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Praktikanten auf der Ranch und für den Naturpark
Wir bieten immer wieder
interessierten, aufgeschlossenen Menschen die Möglichkeit bei
uns fü
r ein halbes Jahr auf frei Kost und Logis mitzuarbeiten.
Kürzere Zeiträume akzeptieren wir nicht. Wir setzen voraus, daß
ein Praktikant selbstständig denken und handeln, körperlich fitt
ist und sich in eine Gemeinschaft als soziales Wesen einfügen
kann.
Das Hauptinteresse sollte auf
Natur und Pferde gelenkt sein, der Umgang mit Gästen in einem
Gästebetrieb möglich sein. Wir bieten aber nicht die Möglichkeit
sich bei uns einen billigen Urlaub zu gestalten auf Kosten der
Ranch- Gemeinschaft.. Als Gemeinschaft haben wir alle
Verantwortung für das Wohlergehen von Pflanzen- und Tierwelt,
sowie unserer Kameraden zu tragen.
Wir verlangen von Praktikanten
keine Überanstrengung, wir wollen keine Arbeitskräfte ausbeuten,
aber wir erwarten Solidarität gegenüber der Grundidee:
"Miteinander Leben und Lernen", so als wäre der Praktikant der
Eigentümer der Ranch.
Hauptarbeitszeit ist zwischen
September bis April.
Bei Interesse, schreibt ein
wenig und sendet ein komprimiertes Foto und das bitte
unter 150 Kb, sonst blockiert es unser gesamtes Postfach,
was schon mal ein blöder Anfang wäre.
Email:
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Lieber Chile- Interessierte,
dieser Information soll erst mal eine allgemeine Vorinformation für Dich sein, damit Du Dir ein imaginäres Bild von dem machen kannst, wenn es zu einem Zusammen- arbeiten und leben kommen sollte.
Als wir, Christa(49) und ich (Wolfgang, 52) 1987 von Deutschland nach Chile auswanderten, wussten wir noch nicht, welche Arbeit wir einmal machen würden, womit wir die Brötchen verdienen werden. Wir wussten nur, dass wir uns irgendwo, wo es ein schönes Stück Natur gibt, ein Gelände bzw. Bauernhof kaufen wollen, um erst einmal „Robinson Crusoe" der Neuzeit zu spielen. Den Traum von der Insel kennen ja viele Menschen. So war uns dann das Glück bzw. die Vorhersehung hold und präsentierte sich in Form eines recht urwüchsigen Terrains mit 600 000 m², zwei Wildwasserflüssen, eigenen Wasserfällen, viel Wald, aber auch Weiden in der Nähe eines erloschenen Vulkans inmitten der südlichen Anden. Klimatisch ist es hier fast wie in der Schweiz, nur sind die Nächte kälter, so dass man unter Mosquitos nicht zu leiden hat, sowie es auch sonst kein giftiges oder lästiges Getier gibt. Das Wasser ist aus jedem Bach trinkbar, gefährliche Krankheiten sind so gut wie unbekannt.
Wirtschaftlich und politisch ist Chile ein ausgesprochen ruhiges, sicheres, ja, fast langweiliges Land, ein Land, welches gut dazu geeignet ist, neue Erfahrungen zu machen, die auch etwas mit der „Innenwelt" zu tun haben, weil die „Außenwelt" einem, bis auf die fast kitschige Schönheit der Natur, keine gefährlichen Herausforderungen bietet.
Somit entwickelte es sich fast organisch natürlich, daß wir nach der Erstellung der ersten 2 Wohnhütten (Blockhäuser) uns auch Pferde anschafften, um die nähere Umgebung auszukundschaften und auch andere daran teilnehmen zulassen. Nach und nach ist eben eine Reiterranch daraus „erwachsen", die sich zum Ziel gesetzt hatte, zivilisationsbelastete Menschen ein Naturerlebnis auf dem Pferderücken zu geben. Die Einnahmen waren nie so betörend, als das man wirklich sicher und großzügig davon hätte leben können, aber wir kamen irgendwie immer über die Runden. Wir waren ja auch nicht ausgewandert, um Geschäftsleute zu spielen. Vorher war ich einmal in Deutschland „Primär"- Psychotherapeut und die Christa Krankengymnastin, in sofern kamen wir auch nicht aus dem großen Kommerzbereich.
Im Laufe der Jahren bauten wir dann noch ein paar Stallungen und Blockhütten dazu, so dass man heute bis zu 18 Gästen einen Schlafplatz geben könnte und ein kleines Restaurant sorgt für die leiblichen Notwendigkeiten. Alles ist in einem einfachen Stil gebaut und auch organisiert ohne das es aber an Duschen, Klos oder Heizmöglichkeiten, noch an Elektrizität (eigene Wasserkraftanlage) fehlt.
Mittlerweile sind wir zu fünft. 3 Kinder: Franziska (14), Amirah (12) und Thorin (9) haben sich zu uns gesellt, und dazu 12 Pferde, 3 Hunde, 4 Katzen, Hühner und Enten. Leider leben wir nicht mehr ganzjährig auf der Ranch; - durch die Schulpflicht unserer Kinder wohnen wir während der Schulzeit in unserem Häuschen in Pucon und verbringen nur die Wochenenden in Palguìn auf der Ranch. In den Sommerferien (Ende Dez. – März), die in unsere Hauptsaison fallen, aber sind wir ausschließlich in Palguin Alto (Ranch).
Unsere Reitgäste kommen von Reiterreiseveranstaltern, auf Grund von Insiderinfos oder erfuhren unsere Adresse über die diversen Reiseführer- Bücher. Die meisten Gäste bleiben zwischen 2 und 4 Tagen, einige bleiben aber auch 1 bis 2 Wochen. Wir bieten neben dem Unterkunfts- und Essensservice, Reittouren von 3 Stunden bis zu 9 Tagen, sowie Jeeptouren an. (Eventuell geplante Möglichkeiten sind noch Erlebnispädagogik für sozial gestörte Jugendliche und Incentiv-trainings).
Diese Tätigkeiten dienten uns bisher, uns über Wasser zu halten, wobei wir uns nicht unbedingt nur damit identifizierten. Das Leben besteht ja noch aus anderen Nuancen als dem Brötchenerwerb. Unter anderem interessieren wir uns auch für Philosophie, Esoterik, Schamanismus und Mystik, jedoch ohne irgendwelche dogmatischen Heilsvorstellungen.
In den letzten 2 Jahren entstand noch ein neues Projekt, nämlich ein privater Nationalpark. Dieser botanische Erlebnispark, soll auch nicht-pferdebegeisterten Städtern die Möglichkeit geben, sich über die Pflanzenwelt des gemäßigten Regen- und Nebelwaldes unserer Zone zu informieren, mit Hilfe von künstlichen Lianen und Hängebrücken Spaß am Wandern zu haben und phantasiebezogenen Menschen durch in die Landschaft eingebettete geschnitzte und bemalte Figuren, Gestalten und Gegenstände Freude zu bereiten. Das Ganze darf man sich aber nicht als geplanten Massenbetrieb vorstellen, weil es dafür in Chile nicht die Masse an Touristen gibt.
Ich will damit nur andeuten, daß bei einer Mitarbeit die unterschiedlichsten Tätigkeiten auf den Interessierten warten. Langeweile kommt da nicht auf, es sei denn, man kann mit sich selber gar nichts anfangen.
Die Pferderanch braucht in jedem Fall zur Aufrechterhaltung der Touren, der Sauberkeit der Gästehäuser, der Ausführung der Restaurantküche und der Pflege des Gartens 2 liebe Mitmenschen, die Willens sind, zuzupacken und schon ein wenig Erfahrung im Leben haben (direkte Schulabgänger betrachten wir da ein wenig kritisch, aus der Erfahrung heraus, das Arbeit nur aus Erfahrung selbst gesehen wird). Also haben wir uns entschlossen Praktikanten im Alter von 23 bis ca. 35 Jahren zu akzeptieren.
Der Naturpark benötigt auch eine helfende Hand zur Aufrechterhaltung der Wege und auch der Sauberkeit und Kontrolle des Parks, nur ist da die Kontinuität nicht ganz so wichtig, da es bisher noch keine Cafeteria für das Eintritt zahlende Publikum gibt.
Bisher haben wir unseren mitarbeitenden Assistenten freie Kost und Unterkünfte in Einzelzimmern, sowie viele diverse Erfahrungen geboten. Solange die finanzielle Situation unserer Arbeit sich nicht entscheidend verbessert, müssen wir es dabei bewenden lassen.
Zur Ortsbestimmung: die Ranch liegt 750 Km südlich von Santiago, 120 Km entfernt von der Großstadt Temuco, 32 Km nahe dem Bergurlaubsort Pucon und 2 Km entfernt von den bekannten Thermalbädern „Termas de Palguìn" und dem 80m hohen Wasserfall „Salto del Leon". Die Ranch liegt auf einer Höhe von 800m und hat im Winter Schnee.
Anfallende Arbeiten belaufen sich auf ca. 6 Stunden täglich und sind z.B.:
• Pferdepflege und Training der Pferde (nicht anspruchsvoll, sondern Natur- Pferdegerecht)
• Außenanlagen säubern und verbessern z.B. Neuanpflanzungen, Gemüsegarten usw.
• Schönheitsreparaturen und Winterschadenbeseitigung der Häuser
• Aufräumungsaktion der gerodeten Teilstücke
• Kontrollritte der Reitwege und Wanderwege
• Hilfe im Haushalt . Verpflegung der Haustiere Im Sommer:
• Führen der Pferde- oder Wandertouren
• Verpflegungsservice der Gäste, auch auf den Touren
• Küchenhilfe, teilweise auch selbständiges Übernehmen der Küche
• Einkäufe, teilweise Putzen der Häuser, Betten präparieren
• Kinderbetreuung
• eventuelle Arbeiten am Computer, wenn Kenntnis vorhanden
• Betreuung des Kassenhäuschens, Führungen und Informationsträger im Park
Abschließend noch eine kleine Anmerkung zu Reisemöglichkeiten während eines Aufenthaltes bei uns: Immer wieder haben wir die Erfahrung gemacht, das unsere deutschen Saisonhelfer natürlich auch gerne ihre Reiselust ausgelebt haben. Während der Monate bei uns auf der Ranch ist dies jedoch problematisch, da wir die ruhigeren Frühlingsmonate Oktober und November als Eingewöhnungszeit sehen und unsere Saison im Dezember beginnt, in der einfach alle Mitarbeiter gebraucht werden. Für Reisen sollten daher am besten noch einige Wochen im April und Mai eingeplant werden, was schon allein deshalb empfehlenswert ist, da dann der gröbste Touristentrubel in Chile vorüber ist und auch der Herbst hier eine schöne Jahreszeit ist.
Da ein Visum für Chile immer nur 3 Monate Gültigkeit hat, fällt sowieso für den Mitarbeiter ein 2- 3tägiger Ausflug nach Argentinien an, um einen neuen Einreisestempel zu kriegen. Die Grenze ist nur 60 km entfernt und ein kleiner Rundtrip spannend und landschaftlich wunderschön. Impfungen sind nicht erforderlich, Reisekrankenversicherungen empfehlenswert und Reiseängste überflüssig.
Sollten wir aus nicht persönlich verstandenen Gründen jemanden nicht akzeptieren, so heißt das nicht, dass er/sie uns nicht auch lieb gewesen wäre. Manchmal entscheidet eben das Glück oder was auch immer. In diesem Fall bieten wir gerne auch einen „Erfahrungsplatz" für geringe finanzielle Beteiligung. Bei Interesse bitte nachfragen. Das wäre dann ein Billigurlaub mit Sinn (wenn man mal von den Flugkosten absieht).
Bitte sendet uns ein paar Daten über Eure Erfahrungen im Leben, ein wenig von der augenblicklichen Lebenssituation, ein komprimiertes Foto als Anhang im JPG- Format und die genauen Geburtsdaten (Tag, Geburtszeit und Ort) wegen Horoskop.
Wir wünschen Dir alles Liebe und warten auf eine Antwort
Wolfgang und Christa